An Tasten – Konzerte für mehrere Tasteninstrumente

online ab € 21,60
Dienstag 28. Mai 2024
20:00, Mozart Saal
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Dozent*innen und Studierende des Instituts für Historische Interpretationspraxis (HIP) der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt Cappella academica Frankfurt Eva Maria Pollerus Leitung

Johann Sebastian Bach Konzert für drei Cembali in C-Dur BWV 1064Johann Christian Bach aus der Sonate in G-Dur für zwei obligate Cembali op.15Johann Sebastian Bach Konzert für drei Cembali in d-Moll BWV 1063Georg Philipp Telemann Trio für Blockflöte, Cembalo und b.c. TWV 42:B4Johann Sebastian Bach aus der Sonate in G-Dur für obligates Cembalo und Violine BWV 1019a
Konzert für vier Cembali in a-Moll BWV 1065

19:15 Konzerteinführung durch Christian Kabitz

Wer wäre nicht gern dabei gewesen, wenn Johann Sebastian Bach mit seinen Söhnen, seinen Schülern und dem studentischen Collegium Musicum zu wöchentlichen Proben bzw. Konzerten ins „Zimmermannische Caffe-Hauß“ in Leipzig einlud ...! Wahrscheinlich für diese Gelegenheiten waren seine auch fürs damalige öffentliche Musikleben einzigartigen Konzerte für zwei bis vier Cembali und Streichorchester gedacht, die im Zentrum dieses Programms stehen. Für die wahrhaft spektakuläre Besetzung mit vier solistischen Cembali und Streichern verwandelt Bach ein Konzert für vier Violinen von seinem nicht weniger genialen Kollegen Antonio Vivaldi in einen cembalistischen Klangrausch. Für andere der Konzerte für zwei und drei Cembali dürfte Bach teilweise einige früher für andere Besetzungen und andere Soloinstrumente verfasste Vorlagen aufgegriffen und adaptiert haben – oder vielleicht ist es im einen oder anderen Fall auch umgekehrt. Die Cembali schlüpfen damit also einerseits in unterschiedlichste Rollen, etwa in die einer Oboe, einer Violine, des Orchesters o.ä., erreichen andererseits aber miteinander im Konzertieren und Verschmelzen ganz unverwechselbare Klangwirkungen. Die Herausforderung und Begeisterung, Musik für mehrere Tasteninstrumente zu schreiben, die auch Komponisten späterer Epochen erfasste, dürfte nicht zuletzt von Bachs Konzerten für zwei bis vier Cembali inspiriert sein.
(Frankfurter Bachkonzerte e. V.)


Dauer des Konzerts: ca. 2 Stunden inkl. Pause